Matthäuspassion von J.S.Bach
Gemeinsam mit dem World Doctors Orchestra führten wir Anfang März die Matthäuspassion in drei beeindruckenden Kirchen auf.

6.3.26 in der Christuskirche in Karlsruhe
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„Sind Blitze und Donner in Wolken verschwunden“
Wie in einem Orkan fühlten sich zeitweise Zuhörer wie Musiker in einer ebenso expressiven wie innigen Interpretation eines der ganz großen kirchenmusikalischen Vokalwerke von Johann Sebastian Bach, der Matthäuspassion. Dirigent Stefan Willich entfesselte die Emotionen und trieb den Deutschen Ärztechor mit zeitweise rasenden Tempi durch das kunstvolle Noteninferno, so dass den Zuhörern Hören und Sehen verging, den Musikern hingegen das Äußerste an Präsenz, Wendigkeit, Präzision und Aufmerksamkeit abverlangt wurde. Aber nie wirkte die Interpretation effekthascherisch. Das von Bach in einem großen doppelchörigen Meisterwerk vertonte Passionsgeschehen wurde mit Glaubhaftigkeit und Inbrunst musiziert.
Wir sprechen vom Frühlingsprojekt des Deutschen Ärztechors, der auf ehrenvolle Einladung des professionell aufspielenden „World Doctors Orchestra“ die Matthäuspassion als Benefizprojekt zugunsten von „Friedensdorf International“ in der Christuskirche Karlsruhe (6. 3.2026), dem Münster St. Maria und Markus auf der Insel Reichenau (7.3.2026) und der Friedenskirche Ludwigsburg (8.3.2026) aufführte. Wir konnten uns über vollbesetzte Kirchen, begeisterte und berührte Konzertbesucher, einen satten Erlös zugunsten unseres Benefizpartners sowie über eine reibungsarme Organisation durch das World Doctors Orchestra freuen.
Im Kontrast zur apokalyptischen Bachschen Szenerie der musikalisch heranrasenden Blitze und Donner umschmeichelte und erquickte uns die ganze Woche über lang ersehntes Frühlingswetter, das vor allem den kurzen Konzertausflug auf die Insel Reichenau zu einem bezaubernden Intermezzo mit Spaziergängen am Bodenseeufer, mit ausgiebigem festlichem Forellenessen, mit Wein und fröhlichem Gelächter machte.
Aber von nichts kommt nichts. Am 27.2.2026 trafen ca. 60 gut vorbereitete Chorsänger im Kloster Maria Hilf in Bühl zusammen, um unter der kompetenten Leitung der Gesangspädagogin Anja Schlenker-Rapke aus Baden-Baden, zuverlässig unterstützt von Roman Kühn als Korrepetitor, ihre unterschiedlichen Vorerfahrungen aus heimatlichen Chören oder aus engagiertem Selbststudium zusammenzufügen. Wie immer wurden die neuen Projektteilnehmer herzlich begrüßt, vorgestellt und integriert.
Wir nahmen uns in einer einwöchigen Probenphase ausreichend Zeit, um die großen Chorsätze ebenso wie präzise Einwürfe, wilde Turbachöre und homophone Choralsätze einzuüben und dann mit dem Orchester zusammenzubringen. Zwischendurch erfrischten uns Spaziergänge zur Ruine der Burg Windeck, über Schwarzwaldpfade oder durchs Städtchen Bühl. Die Abende wurden fröhlich in der alten Backstube oder der Bibliothek der Klosteranlage verbracht mit viel Erzählen und Lachen und auch dem kollegialen Austausch der verschiedenen ärztlichem Tätigkeitsbereiche, Fachdisziplinen und Altersklassen.

7.3.26 im Münster St. Maria und Markus, Reichenau

8.3.26 in der Friedenskirche in Ludwigsburg
Ausführende:
Deutscher Ärztechor
World Doctors Orchestra
Solisten:
Maine Takeda, Sopran
Louise Lotte Edler, Mezzosopran
Fabian Kelly, Tenor
Florian Kontschalk, Bass
Anja Schlenker-Rapke, Choreinstudierung
Roman Kühn, Korrepetition
Stefan Willich, Leitung































