Der Deutsche Ärztechor in Corona-Zeiten

Die laufende Corona-Pandemie hat die Welt und damit auch Deutschland in ungeahnt schwerer Weise betroffen. Dies gilt in besonderem Maße für die Kulturschaffenden!

Wie bei praktisch allen Chören in Deutschland kam auch die Arbeit des Deutschen Ärztechors im Frühjahr 2020 zum Erliegen. Die Zusammenziehung einer größeren Zahl von z.T. lebensälterer Kolleginnen und Kollegen für ein Chorprojekt mit Probenphase und anschließenden Konzerten war einerseits behördlich verboten und gerade für einen auf Prävention und Gesundheitsschutz bedachten Ärztechor nicht zu verantworten.

So mussten schweren Herzens das für Mitte April 2020 weitgehend vorbereitete Projekt „Verdi-Requiem“ im Raum Frankfurt a.M./ Wiesbaden kurzfristig abgesagt werden und die fortgeschrittenen Planungen für eine zweite Auslandsreise des Deutschen Ärztechors, diesmal im Herbst nach Mallorca (Spanien) mit „Beethovens Chorfantasie“ (Beethovenjahr!) abgebrochen werden.
Auch die geplante Mitwirkung von 60 Sängerinnen und Sängern des Deutschen Ärztechors an der Erarbeitung und Aufführung von Mahlers 8. Sinfonie im Rahmen des 20. Deutschen Chorfestivals des Verbands Deutscher Konzertchöre Mitte Mai 2021 in Lübeck stand unter Vorbehalt, denn es war nicht absehbar, ob die Infektionslage es dann zulassen wird, eine „Sinfonie der Tausend“ darzustellen.
Zwischenzeitlich hat der veranstaltende Verband Deutscher Konzertchöre dieses Projekt definitiv abgesagt.

Der Vorstand des Deutschen Ärztechors beobachtet die Entwicklung des Infektionsgeschehens durch SARS-CoV-2 sehr genau und hofft, bald wieder gemeinsam proben und konzertieren zu können getreu unserem Motto „Singen als Wohltat“ (für unser eigenes Wohlbefinden und die Generierung von Spendengeldern für soziale Zwecke).

Sollte allerdings unsere bisherige Art der Chorarbeit auf längere Zeit nicht möglich sein, muss vorstandsseitig auch über alternative Formate nachgedacht werden (z.B. Erarbeitung von A-cappella-Literatur in kleineren Gruppen, Gehör- und Stimmbildung, Rhythmusschulung etc.).

Denn wie für das Berliner Frauenquartett Gretchens Antwort gilt in Zeiten des Chorentzugs auch für den Deutschen Ärztechor: „Wir vermissen einander. Das Singen. Konzerte. …“